ACG-Arthrose: Schultereckgelenkverschleiß behandeln
Keine Standort-Daten für diese Einrichtung.
Schmerzen in der Schulter, Probleme beim Heben des Arms oder beim Schlafen auf der Seite: eine ACG-Arthrose macht sich meist im Alltag bemerkbar, bevor sie diagnostiziert wird. In unserer Klinik behandeln wir dieses Beschwerdebild regelmäßig und nutzen sowohl konservative als auch operative Wege zur Beschwerdelinderung.
Was ist das Schultereckgelenk und warum verschleißt es?
Das Schultereckgelenk, medizinisch als Akromioklavikulargelenk (ACG) bezeichnet, verbindet das Schlüsselbein (Klavicula) mit dem Schulterdach (Akromion). Es ist ein kleines, aber funktionell wichtiges Gelenk, denn es ermöglicht die Übertragung von Kräften zwischen Arm und Rumpf und ist an nahezu jeder Schulterbewegung beteiligt.
Durch anhaltende Belastung, Überlastung oder altersbedingte Abnutzung kann der Knorpel im Gelenk zunehmend abgebaut werden. Als Folge kommt es zu einer Einengung des Gelenkspalts, zu Knorpelabrieb und zur Bildung knöcherner Anbauten – kurz: zu einer ACG-Arthrose.
Betroffen sind davon jedoch nicht nur ältere Menschen. Zunehmend sehen wir in unserer Klinik auch junge, sportlich aktive Patient:innen, bei denen wiederholte sportliche Belastungen zu strukturellen Veränderungen führen. Aber auch Unfälle oder berufsbedingte Fehlbelastungen können die Entstehung einer ACG-Arthrose begünstigen.
Typische Beschwerden bei ACG-Arthrose
Im Vordergrund steht bei der ACG-Arthrose ein Druckschmerz direkt über dem Schultereckgelenk, also an der tastbaren Verbindungsstelle zwischen Schlüsselbein und Schulterdach. Dieser Schmerz verstärkt sich bei bestimmten Bewegungen, insbesondere beim Heben des Arms über den Kopf und beim Greifen nach hinten, etwa beim Anschnallen im Auto oder beim Ankleiden.
Viele Patient:innen berichten zudem, dass das Schlafen auf der betroffenen Seite zunehmend schmerzhaft oder gänzlich unmöglich wird. Im weiteren Verlauf kann der Bewegungsschmerz auch in Ruhe anhalten und die Belastbarkeit der Schulter insgesamt abnehmen.
Wie wird eine ACG-Arthrose diagnostiziert?
Die Diagnose lässt sich durch eine gezielte klinische Untersuchung stellen: Ein typischer Druckschmerz direkt über dem ACG sowie charakteristische Schmerzen bei bestimmten Bewegungstests sind richtungsweisend.
Zur Absicherung der Diagnose und zur genauen Beurteilung des Ausmaßes der knöchernen Veränderungen fertigen wir eine Röntgenaufnahme an. Diese ermöglicht eine eindeutige Darstellung des Gelenkspalts, knöcherner Anbauten und möglicher struktureller Veränderungen am Schlüsselbein.
Bei Bedarf können ergänzende Bildgebungsverfahren wie eine Magnetresonanztomographie (MRT) hinzugezogen werden, um auch die umgebenden Weichteilstrukturen zu beurteilen.
Behandlung der ACG-Arthrose: konservativ oder operativ
Nicht jede ACG-Arthrose erfordert sofort eine Operation. Im Anfangsstadium oder bei moderaten Beschwerden stehen zunächst konservative Maßnahmen im Vordergrund, die die Beschwerden wirksam reduzieren können:
- Physiotherapie zur Kräftigung der schulterumgebenden Muskulatur
- Einnahme entzündungshemmender Medikamente
- gezielte Schmerzmittel-Infiltrationen direkt in das Gelenk
Lassen sich die Schmerzen durch konservative Therapie nicht ausreichend lindern oder liegen ausgeprägte strukturelle Veränderungen vor, ist jedoch ein operativer Eingriff sinnvoll.
Ziel der Operation ist die Erweiterung des Schultereckgelenks durch die Entfernung von fünf bis zehn Millimeter des körperfernen Schlüsselbeins. Dadurch wird der eingeengte Gelenkspalt erweitert und der Schmerzreiz beseitigt, während die gelenkstabilisierenden Strukturen vollständig erhalten bleiben. Der Eingriff kann offen oder arthroskopisch erfolgen. Die Wahl der Technik richtet sich nach dem Röntgenbefund und den anatomischen Gegebenheiten.
In unserer Klinik führen wir die Operation der ACG-Arthrose bevorzugt in der Mini-open-Technik durch: Über einen nur wenige Zentimeter langen Hautschnitt werden die knöchernen Strukturen direkt behandelt. Diese Methode verbindet die Präzision eines offenen Eingriffs mit minimaler Narbenbildung und somit sehr guten kosmetischen Ergebnissen.
Wird die ACG-Arthrose von weiteren Beschwerden begleitet – etwa durch eine Einengung unter dem Schulterdach – kombinieren wir den Eingriff bei Bedarf mit einer gleichzeitigen Glättung des Schulterdachs (Akromioplastik), um alle relevanten Schmerzursachen in einer Operation zu adressieren.
Nachbehandlung und Rückkehr in den Alltag
Ein besonderer Vorteil des Eingriffs ist, dass der Arm nach der Operation nicht ruhiggestellt werden muss. Somit beginnt der individuelle physiotherapeutische Bewegungsaufbau unmittelbar nach dem Eingriff. Das reduziert das Risiko einer Schultersteife und unterstützt eine zügige Genesung.
Die meisten Patient:innen sind nach vier bis sechs Wochen wieder voll arbeitsfähig und können schrittweise zu sportlichen Aktivitäten zurückkehren.
Unsere Expert:innen
Leitung

Klinikdirektor
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Chefarzt für Hüft- und Knieendoprothetik
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Leiter für Unfallchirurgie und Alterstraumatologie
Facharzt für Unfallchirurgie und spezielle Unfallchirurgie
Standort Herten

Leiter der Schulter- und Ellenbogenchirurgie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Sektionsleiter der Wirbelsäulenmedizin
Facharzt für Neurochirurgie
Standort Herten

Oberärztin
Leiterin der Schmerztherapie
Fachärztin für Anästhesiologie
Standort Herten
Oberärzte /-ärztinnen

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Oberärztin in der Wirbelsäulenmedizin
Fachärztin für Neurochirurgie
Standort Herten

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Chirurgie
Standort Herten

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Leitender Oberarzt
Facharzt für Anästhesiologie
Standort Herten

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie
Standort Herten

Oberärztin
Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten
Fachärzte /-ärztinnen
Marret Meisterernst
Dr. med. Eileen Kerkhoff
Valentin Wagner
Dmitry Wamboldt
Dr. med. Kai Werner
Christoph Berendes
Dejan Markovic
Elchin Ismayilov
Masoud Bukhari
Assistenzärzte /-ärztinnen
Dusan Vukovic
Murat Erbul
Ahmad Ababneh
Reda Tayeh
Maximilian van der Gönna
Anne Berger
Kontakt & Sprechstunden
St. Elisabeth-Hospital Herten
Im Schloßpark 12
45699 Herten/Westf.
Schultersprechstunde:
Mittwoch, 13:15 bis 15:00 Uhr
Donnerstag, 8:15 bis 11:00 Uhr
Anmeldung unter 02366 15-3802
Privatsprechstunde:
Montag, 13:00 bis 15:40 Uhr
Donnerstag, 13:00 bis 15:40 Uhr
Anmeldung unter 02366 15-3801