Hüftarthrose und Hüftkopfnekrose

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Anhaltende Hüftschmerzen, Steifigkeit am Morgen, eingeschränkte Beweglichkeit im Alltag – hinter diesen Beschwerden stecken häufig die Hüftgelenkarthrose oder die Hüftkopfnekrose. Beide lassen sich bei frühzeitiger Diagnose gezielt behandeln.

Funktion des Hüftgelenks

Ein Gelenk unter Dauerbelastung

Das Hüftgelenk ist das zweitgrößte Gelenk des Körpers und eines der am stärksten beanspruchten. Als Kugelgelenk verbindet es den Oberkörper mit den Beinen und ermöglicht Bewegungen in nahezu alle Richtungen. Möglich macht das ein präzises Zusammenspiel aus Knochen, Knorpel, Gelenkkapsel, Bändern und Muskulatur.

Im Inneren des Gelenks gleiten zwei mit Knorpel überzogene Oberflächen aufeinander. Geschmiert sind sie durch eine Gelenkflüssigkeit, die gleichzeitig den Knorpel mit Nährstoffen versorgt. Solange dieses System intakt ist, funktioniert das Gelenk nahezu reibungslos. Gerät es jedoch aus dem Gleichgewicht, beginnt ein schleichender Prozess, der erst nach Jahren spürbar wird.

Hüftarthrose

Hüftgelenkarthrose: Wenn der Knorpel aufgebraucht ist

Bei der Hüftarthrose nutzt sich der schützende Gelenkknorpel solange ab, bis schließlich Knochen auf Knochen reibt. Die Folge dieser Reibung sind Schmerzen, Entzündungen und eine fortschreitende Einschränkung der Beweglichkeit.

Man unterscheidet zwei Formen:

  • Die primäre Arthrose entsteht ohne erkennbare Ursache und ist häufig altersbedingt.
  • Die sekundäre Arthrose hat konkrete Auslöser wie etwa angeborene Fehlbildungen, unfallbedingte Fehlstellungen oder Erkrankungen wie Rheuma.

In beiden Fällen beginnt der Prozess mit dem schleichenden Abbau des Knorpels, der den darunter liegenden Knochen zunehmend überbelastet.

Zunächst fällt ein morgendlicher Anlaufschmerz in der Leiste auf, der nach kurzer Bewegung wieder nachlässt, aber am Abend nach Belastung zurückkehrt. Mit der Zeit werden die Schmerzen dauerhafter und die Beweglichkeit nimmt ab. In fortgeschrittenen Stadien können auch Kniegelenk und Lendenwirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen werden, weil der Körper unwillkürlich Schonhaltungen einnimmt.

Die Diagnose einer Hüftarthrose erfolgt in der Regel per Röntgenaufnahme. In frühen Stadien kann ergänzend eine MRT-Untersuchung sinnvoll sein, zum Beispiel wenn der Verdacht auf eine beginnende Hüftkopfnekrose besteht, die auf Röntgenbildern noch nicht sichtbar ist.

Nekrose

Hüftkopfnekrose: Wenn der Knochen abstirbt

Eine Hüftkopfnekrose entsteht, wenn die Durchblutung des Hüftkopfknochens gestört ist und das Knochengewebe dadurch abstirbt. Der genaue Auslöser ist nicht immer eindeutig zu bestimmen, doch es gibt Faktoren, die das Risiko nachweislich erhöhen:

  • Langzeittherapien mit Kortison oder Chemotherapeutika
  • Störungen des Fettstoffwechsels und Autoimmunerkrankungen
  • Zustand nach einem Hüftkopfbruch
  • Übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum

Die Hüftkopfnekrose kann sich sehr abrupt bemerkbar machen. Plötzlich einsetzende, starke Schmerzen in der Hüfte oder Leiste, auch ohne vorherige Belastung oder erkennbaren Auslöser, sind ein typisches Warnsignal. Bei entsprechenden Risikofaktoren – etwa nach einer Kortison-Langzeittherapie oder einem Hüftkopfbruch – sollte ein solcher Schmerz daher ernst genommen und zeitnah abgeklärt werden.

Entscheidend ist: Eine Hüftkopfnekrose lässt sich im Frühstadium, wenn der Knochen noch nicht dauerhaft geschädigt ist, mit gelenkerhaltenden Verfahren behandeln. Je früher die Diagnose, desto mehr Optionen stehen zur Verfügung.

Bevor ein Eingriff notwendig wird

Konservative Behandlungsmöglichkeiten

In frühen und mittleren Krankheitsstadien lassen sich Beschwerden beider Erkrankungen häufig noch ohne Operation behandeln. Ziel ist es, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung bestmöglich zu verlangsamen.

Zu den konservativen Behandlungsmöglichkeiten gehören:

  • Orale oder intravenöse Gabe von schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten
  • Gezielte Medikamenten-Injektionen an oder in das Gelenk
  • Physiotherapie zur Erhaltung von Kraft und Beweglichkeit
  • Gelenkschonende Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen
  • Schuhwerk mit dämpfenden Sohlen zur Druckentlastung

Reichen diese Maßnahmen nicht mehr aus, um Lebensqualität und Mobilität zu erhalten, sind operative Verfahren der nächste sinnvolle Schritt.

Operative Behandlungsoptionen

Vom Gelenkerhalt bis zum Gelenkersatz

Welches Verfahren infrage kommt, hängt vom Befund, dem Ausmaß der Schädigung und Ihrer persönlichen Situation ab. Grundsätzlich arbeiten wir in unserer Klinik für Endoprothetik nach dem Leitsatz: So gelenkerhaltend wie möglich, so umfangreich wie nötig.

  • Umstellungskorrekturosteotomie
    Gelenkerhaltende Korrektur von Beinachsfehlstellungen. Sinnvoll vor allem bei jüngeren Patient:innen, um den Gelenkverschleiß aufzuhalten oder zu verlangsamen.
  • Hüftgelenksanbohrung
    Gelenkerhaltender Eingriff bei früher Hüftkopfnekrose. Durch gezielte Bohrungen wird die Durchblutung des Hüftkopfes verbessert, bevor irreversible Schäden entstehen.
  • Hüftgelenkersatz
    Wenn das Gelenk unwiderruflich geschädigt ist, ersetzt eine individuell angepasste Prothese das erkrankte Gelenk und gibt dadurch die Bewegungsfreiheit zurück.
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Unsere Experten

Priv.-Doz. Dr. med. Dariusch Arbab

Klinikdirektor
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Dr. med. Dimitri Tzivras

Chefarzt für Hüft- und Knieendoprothetik
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Dr. med. Waldemar Alt

Leiter für Unfallchirurgie und Alterstraumatologie
Facharzt für Unfallchirurgie und spezielle Unfallchirurgie
Standort Herten

Dmitry Kuznetsov

Leiter der Schulter- und Ellenbogenchirurgie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Dr. med. M. Sarfraz aloch

Sektionsleiter der Wirbelsäulenmedizin
Facharzt für Neurochirurgie
Standort Herten

Nadine Skrzypczak

Oberärztin
Leiterin der Schmerztherapie
Fachärztin für Anästhesiologie
Standort Herten

Dr. med. Jasper Böhm

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Dr. med. Laura iornei-Irimie

Oberärztin in der Wirbelsäulenmedizin
Fachärztin für Neurochirurgie
Standort Herten

Marcin Kucharczyk

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Daniel Staender

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Chirurgie
Standort Herten

Florian Stiepeldey

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Dr. med. Dietmar Wulfert

Leitender Oberarzt
Facharzt für Anästhesiologie
Standort Herten

Anwar Zaqoul

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Dr. med. Eugen Ulrich

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Dirk Prickel

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie
Standort Herten

Rabea Kalkowski

Oberärztin
Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

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Dmitry Wamboldt

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