Spondylolisthesis: Wirbelgleiten verstehen und behandeln
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Wenn ein Wirbelkörper gegenüber dem darunterliegenden nach vorne gleitet, spricht man von einer Spondylolisthesis – auch Wirbelgleiten oder Gleitwirbel genannt. In unserer Klinik behandeln wir dieses Beschwerdebild mit gezielter Diagnostik und einem auf Sie zugeschnittenen Therapiekonzept.
Entstehung des Wirbelgleitens
Eine Spondylolisthesis kann angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein. Die angeborene Form betrifft häufig das unterste Wirbelsäulensegment, weshalb man auch von einem Gleitwirbel L5/S1 spricht. Diese ist eine der häufigsten Formen des Wirbelgleitens.
Die erworbene Form entwickelt sich typischerweise im Segment L4/5 und entsteht durch altersbedingte Abnutzung. Mit dem Alter verlieren die Bandscheiben an Höhe und die Facettengelenke verschleißen. Als Folge verliert das betroffene Segment an Stabilität und beginnt, nach vorne zu gleiten.
Viele Menschen leben jahrelang mit einem Wirbelgleiten, ohne es zu wissen, weil es häufig keine Beschwerden verursacht. Erst wenn die Instabilität zunimmt oder umliegende Nervenstrukturen betroffen sind, werden Symptome spürbar.
Symptome der Spondylolisthesis
Das häufigste Symptom ist ein unspezifischer Schmerz im Bereich der Lendenwirbelsäule, der sich bei Belastung oder bestimmten Bewegungen verstärkt. Bei manchen Patient:innen strahlt der Schmerz zusätzlich in ein oder beide Beine aus.
In seltenen Fällen, wenn ein ausgeprägter Druck auf Nervenwurzeln besteht, können zusätzlich Taubheitsgefühle, Kribbeln, Muskelschwäche oder Lähmungserscheinungen auftreten.
Typisch für das Wirbelgleiten ist, dass die Beschwerden oft uncharakteristisch sind und sich mit anderen Rückenerkrankungen überschneiden. Eine genaue Diagnostik ist daher wichtig, um die richtige Therapieentscheidung treffen zu können.
Diagnosestellung und Klassifikation nach Meyerding
In einer klinischen Untersuchung beurteilen wir zunächst Beweglichkeit, Reflexe und Nervenfunktion. Darüber hinaus sind Röntgenaufnahmen der Lendenwirbelsäule entscheidend, da sich darauf der Versatz zwischen den Wirbelkörpern direkt erkennen und vermessen lässt. Bei Bedarf ergänzen wir die Bildgebung durch ein MRT, um Nervenwurzeln, Bandscheiben und Weichteilstrukturen genauer beurteilen zu können.
Zur Einordnung des Schweregrades nutzen wir die international etablierte Klassifikation nach Meyerding:
- Meyerding I°: Versatz von weniger als 25 % der Wirbelkörpertiefe
- Meyerding II°: Versatz von 25–50 %
- Meyerding III°: Versatz von 50–75 %
- Meyerding IV°: Versatz von mehr als 75 %
- Spondyloptose: vollständiges Abgleiten des Wirbelkörpers nach vorne
Konservative und operative Behandlung der Spondylolisthesis
In der großen Mehrheit der Fälle ist eine konservative Therapie sinnvoll und ausreichend. Physiotherapie, gezielte Kräftigung der Rumpfmuskulatur, Schmerztherapie und interventionelle Verfahren helfen dabei, die Beschwerden dauerhaft zu lindern und die Wirbelsäule zu stabilisieren – ganz ohne operativen Eingriff.
Nur bei ausgeprägter Instabilität, deutlichem Gleiten und anhaltenden Beschwerden, die sich konservativ nicht beherrschen lassen, muss über eine Operation nachgedacht werden. Ziel eines operativen Eingriffs ist die dauerhafte Stabilisierung der betroffenen Segmente. Dabei werden die Wirbelsäule aufgerichtet, ein Bandscheibenersatz eingebracht und die Wirbelkörper mit Pedikelschrauben und Stäben miteinander verbunden, wodurch ein weiteres Abgleiten zuverlässig verhindert wird.
Nach der Operation werden Sie zunächst für sieben bis zehn Tage stationär bei uns betreut. Unser physiotherapeutisches Team arbeitet während dieser Zeit gezielt mit Ihnen daran, Ihre Beweglichkeit und Belastbarkeit aufzubauen. Je nach Befund und Heilungsverlauf kann ergänzend ein Lumbalmieder zur Stabilisierung eingesetzt werden.
Unsere Experten
Leitung

Klinikdirektor
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Chefarzt für Hüft- und Knieendoprothetik
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Leiter für Unfallchirurgie und Alterstraumatologie
Facharzt für Unfallchirurgie und spezielle Unfallchirurgie
Standort Herten

Leiter der Schulter- und Ellenbogenchirurgie
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Sektionsleiter der Wirbelsäulenmedizin
Facharzt für Neurochirurgie
Standort Herten

Oberärztin
Leiterin der Schmerztherapie
Fachärztin für Anästhesiologie
Standort Herten
Oberärzte /-ärztinnen

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Oberärztin in der Wirbelsäulenmedizin
Fachärztin für Neurochirurgie
Standort Herten

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Chirurgie
Standort Herten

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Leitender Oberarzt
Facharzt für Anästhesiologie
Standort Herten

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten

Oberarzt
Facharzt für Orthopädie
Standort Herten

Oberärztin
Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie
Standort Herten
Fachärzte /-ärztinnen
Marret Meisterernst
Dr. med. Eileen Kerkhoff
Valentin Wagner
Dmitry Wamboldt
Dr. med. Kai Werner
Christoph Berendes
Dejan Markovic
Elchin Ismayilov
Masoud Bukhari
Assistenzärzte /-ärztinnen
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Murat Erbul
Ahmad Ababneh
Reda Tayeh
Maximilian van der Gönna
Anne Berger
Kontakt & Sprechstunden
St. Elisabeth-Hospital Herten
Im Schloßpark 12
45699 Herten/Westf.
Wirbelsäulensprechstunde
Dienstag, 08:15 bis 11:00 Uhr
Freitag, 08:15 bis 11:00 Uhr