Physiotherapie im Stiftungsklinikum PROSELIS
- St. Elisabeth-Hospital Herten
- Prosper-Hospital Recklinghausen
Ob nach einer Operation, bei Schmerzen oder präventiv: die Physiotherapie im Stiftungsklinikum PROSELIS unterstützt Sie mit vielfältigen Therapieansätzen, modernen Geräten und persönlicher Begleitung. Hier erfahren Sie, wie wir Sie stationär und ambulant auf Ihrem Weg zurück in die Bewegung begleiten.
Unsere Physiotherapie in Herten und Recklinghausen
Im Stiftungsklinikum PROSELIS ist die Physiotherapie ein zentraler Bestandteil der medizinischen Versorgung. Genau deshalb wird sie – im Prosper-Hospital Recklinghausen und im St. Elisabeth-Hospital Herten – eng in den Behandlungsprozess einbezogen.
Ärzt:innen, Pfleger:innen und Physiotherapeut:innen arbeiten dabei Hand in Hand, sodass Therapieziele realistisch festgelegt und Fortschritte unmittelbar berücksichtigt werden können.
So entsteht ein individuelles Behandlungskonzept, das sich nicht nur an der Diagnose orientiert, sondern an Ihnen als Mensch – an Ihren Ressourcen, Ihrem Tempo und an Ihren persönlichen Herausforderungen.
Physiotherapie während und nach Ihrem Aufenthalt
Im Stiftungsklinikum PROSELIS können Sie physiotherapeutische Leistungen sowohl während eines stationären Aufenthalts als auch ambulant in Anspruch nehmen.
Welche Angebote für Sie infrage kommen, hängt von Ihrer Diagnose und Ihrer persönlichen Situation ab. Alle Behandlungen finden immer in enger Abstimmung mit unseren Ärzt:innen statt und folgen standardisierten, qualitätsgesicherten Behandlungsprogrammen.
Stationäre Physiotherapie in Recklinghausen und Herten
Patient:innen, die im Prosper-Hospital oder im St. Elisabeth-Hospital behandelt werden, erhalten physiotherapeutische Unterstützung direkt im Krankenhaus. Die Therapie erfolgt je nach Bedarf auf der Station oder in unseren spezialisierten Räumen.
Ziel ist es, Sie frühzeitig zu mobilisieren, Schmerzen zu reduzieren und Ihre Genesung bestmöglich zu unterstützen.
Ambulante Physiotherapie in Herten und Recklinghausen
Unsere Physiotherapie steht auch Menschen offen, die nicht im Stiftungsklinikum PROSELIS behandelt werden. Mit einer gültigen Heilmittelverordnung (z. B. Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Lymphdrainage oder Elektrotherapie) können Sie Termine bei uns vereinbaren und ambulant wahrnehmen.
Wir sind außerdem zur Behandlung von Arbeits- und Wegeunfällen zugelassen: Mit einer Verordnung der Berufsgenossenschaft können Sie sich dementsprechend nach Arbeitsunfällen bei uns behandeln lassen. Auch als Privatpatient:in und Selbstzahler:in können Sie physiotherapeutische Leistungen individuell bei uns buchen.
Abhängig von Ihrer Krankenkasse können wir auch ambulante Reha-Leistungen übernehmen. Sprechen Sie uns einfach an – wir beraten Sie dazu gerne persönlich.
Gesundheitskurse und Gerätetraining
Ergänzend bieten wir ein vielfältiges Kursprogramm – etwa Aqua Fitness oder Rückenfit – sowie medizinisch begleitetes Gerätetraining an. Diese Angebote richten sich an alle Interessierten, unabhängig davon, ob zuvor eine medizinische Behandlung bei uns stattgefunden hat. Zudem finden bei uns auch spezielle Kurse, zum Beispiel für onkologische Patient:innen, statt.
Manuelle Therapien
Mit Manuellen Therapien werden reversible Funktionsstörungen an der Wirbelsäule und den Extremitäten gezielt behandelt. Sie kommen zum Einsatz, wenn Gelenke, Muskeln oder Faszien in ihrer Funktion eingeschränkt sind – etwa nach Verletzungen, bei Überlastung oder bei chronischen Beschwerden.
Durch gezielte Handgriffe und Techniken werden Blockaden gelöst, Verspannungen gelockert und die Durchblutung angeregt. Auf diese Weise können Schmerzen reduziert, die Beweglichkeit verbessert und das Körpergefühl gestärkt werden.
Craniosacrale Therapie
Die craniosacrale Therapie ist eine besonders sanfte Form der manuellen Behandlung. Mit achtsamen Berührungen an Kopf, Wirbelsäule und Kreuzbein werden Spannungen gelöst und das Nervensystem beruhigt.
Diese Methode kann unter anderem bei Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus, Kiefergelenksproblemen oder nach Schleudertraumata wohltuend wirken. Aber auch bei seelischen Beschwerden wie endogenen Depressionen und chronischer Müdigkeit kann die craniosacrale Therapie hilfreich sein.
Triggerpunkte
Triggerpunkte sind Bindegewebsablagerungen in der Muskulatur, die z.B. durch Verspannungen nach Fehlhaltungen, Überbeanspruchung durch Verletzungen, aber auch durch Stress oder psychische Einflüsse entstehen können.
Durch gezielten Druck werden diese Punkte behandelt, wodurch sich die Muskulatur wieder lösen kann. Das Ergebnis: bessere Durchblutung, weniger Schmerz, mehr Bewegungsfreiheit.
Medizinische Massage
Bei der medizinischen Massage werden durch spezielle Techniken über die Haut positive Reize ausgelöst. Dadurch wird die Durchblutung angeregt, das Gewebe gelockert und der Stoffwechsel verbessert. Insbesondere bei chronischen Gelenkerkrankungen kann so eine schmerzlindernde Wirkung erzielt werden.
Eine Indikation für eine Massagebehandlung besteht daher vorwiegend bei schmerzhaften Myogelosen der Muskulatur, Lymphabflussstörungen des Bindegewebes und Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates.
Manuelle Lymphdrainage und Bindegewebsmassage
Manuelle Lymphdrainage: Durch sanfte, rhythmische Handgriffe wird der Abfluss von überschüssiger Gewebsflüssigkeit unterstützt. Die Griffe orientieren sich dabei an der Abflussrichtung der Lymphgefäße und folgen einer bestimmten Abfolge.
Bindegewebsmassage: Mit gezielten Zugreizen an der Haut und im Unterhautgewebe wird Spannung im Bindegewebe reguliert. Durch spezielle Reflexwirkungen kann sich die Methode auch positiv auf Organe und muskuläre Strukturen auswirken.
Fußreflexzonenmassage
Die Fußreflexzonenmassage geht davon aus, dass bestimmte Zonen am Fuß mit Organen und Körperfunktionen in Verbindung stehen. Durch sanften Druck auf diese Bereiche können Spannungen gelöst und das allgemeine Wohlbefinden unterstützt werden.
Zwar ist bekannt, dass es zu Reaktionen kommen kann, aber wie es zu diesen Reaktionen kommt, ist bislang unerforscht. Daher werden Reflexzonenmassage bei uns ausschließlich von geschulten Therapeut:innen durchgeführt.
Neurophysiologische Konzepte
Neurophysiologische Therapiekonzepte kommen bei Erkrankungen oder Störungen des Nervensystems zum Einsatz – zum Beispiel nach einem Schlaganfall, bei Multipler Sklerose oder bei Einschränkungen der Bewegungssteuerung.
Durch gezielte Reize und wiederholte Bewegungsabläufe werden natürliche Bewegungsmuster neu erlernt oder gezielt gefördert und die Koordination verbessert.
Bobath-Therapie
Das Bobath-Konzept wurde für Erwachsene und Kinder mit Schädigungen des zentralen Nervensystems konzipiert und ist eine Methode der Rehabilitation, die u. a. bei der Behandlung von Schlaganfallpatient:innen Anwendung findet.
Durch gezieltes Üben werden physiologische Bewegungen wie Greifen, Sitzen oder Stehen gefördert. Zudem wird die Kontrolle über krankhafte Bewegungsabläufe verbessert.
Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF)
PNF ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode und ein neurophysiologisches Behandlungskonzept, bei dem dreidimensionale Bewegungsmuster zur Aktivierung von Muskeln und Nerven benutzt werden.
Das Prinzip: Einfache funktionelle Bewegungen, häufiges Wiederholen der Übungen sowie häufiges Wechseln der Ausgangsstellungen führen zu einem verbesserten muskulären Gleichgewicht.
PNF wird unter anderem eingesetzt zur Verbesserung der Koordination, zur Schmerzlinderung, Muskeldehnung, Bewegungsanbahnung, Stabilisierung von Gelenken und zur Wahrnehmung von Bewegungen.
Entwicklungskinesiologie nach Hanke
Der Mensch nutzt für seine Bewegungen zwei angeborene Bewegungsmuster, die sich im Laufe der Entwicklung verfeinert haben. In den ersten 14 Lebensmonaten lernt der Mensch durch Kriechen und Drehen die Grundlagen hin zum aufrechten Gang.
Diese Bewegungsmuster sind für die Abstimmung von Haltung und Bewegung unerlässlich und bleiben lebenslang erhalten. Bei Erkrankungen oder Funktionsstörungen können diese Muster erneut aktiviert werden, um Beweglichkeit und Körpergefühl zu verbessern.
Sport- und Bewegungstherapie
Die Sport- und Bewegungstherapie ergänzt die physiotherapeutische Behandlung durch aktive Übungen. Sie fördert Ausdauer, Kraft und Stabilität und hilft, Bewegungsabläufe sicherer auszuführen. Gleichzeitig unterstützt sie das Körperbewusstsein und stärkt das Vertrauen in die eigene Leistungsfähigkeit.
Sporttherapie
In der Sporttherapie werden gezielt Übungen eingesetzt, um Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit zu verbessern. Sie wird unter anderem bei psychosomatischen oder chronischen Erkrankungen angewendet und kann dabei helfen, das Vertrauen in den eigenen Körper Schritt für Schritt zurückzugewinnen.
Durch das regelmäßige Üben werden Bewegungsabläufe stabiler, die Selbstwahrnehmung verbessert sich und körperliche Funktionen werden wieder als beeinflussbar erlebt. Dies kann depressive Gefühle reduzieren, das Selbstwertgefühl stärken und den Umgang mit Belastungen erleichtern.
Bewegungsbäder
Das Bewegungsbad steht stationären und ambulanten Patient:innen zur Verfügung. Die Wassertemperatur von rund 31 °C und die Wassertiefe von ca. 1,30 m ermöglichen gelenkschonende Bewegungen und erleichtern das Training im Wasser.
Für stationäre Patient:innen finden die Gruppen von Montag bis Sonntag statt. Die ambulanten Gruppen finden von Montag bis Freitag statt.
Schulterbad
13:30 Uhr – 14:00 Uhr
08:45 Uhr – 09:10 Uhr
Wirbelsäulenbad
10:00 Uhr – 10:30 Uhr
09:10 Uhr – 09:35 Uhr
Hüft-/Kniebad
11:00 Uhr – 11:30 Uhr
09:35 Uhr – 10:00 Uhr
Ambulantes Bad
09:00 Uhr – 09:30 Uhr
Montag
15:30 Uhr – 16:15 Uhr
19:30 Uhr – 20:15 Uhr
20:15 Uhr – 21:00 Uhr
Dienstag
09:00 Uhr – 09:30 Uhr
18:40 Uhr – 19:25 Uhr
19:25 Uhr – 20:10 Uhr
20:15 Uhr – 21:00 Uhr
Mittwoch
20:00 Uhr – 20:45 Uhr
20:45 Uhr – 21:30 Uhr
Freitag
17:00 Uhr – 17:45 Uhr
18:15 Uhr – 19:00 Uhr
19:00 Uhr – 19:45 Uhr
Aqua-Fitness
Aqua-Fitness ist ein umfassendes, gelenkschonendes Bewegungstraining im Wasser. Neben der allgemeinen Leistungsfähigkeit werden auch Koordination, Beweglichkeit und Muskelkraft gefördert.
Die Methode eignet sich für viele Patientengruppen und kann helfen, das Herz-Kreislauf-System zu stärken, die Atemmuskulatur zu kräftigen und das Wohlbefinden zu verbessern.
Physikalische Therapieformen
Bei den physikalischen Therapieformen kommen natürliche Reize wie Wärme, Kälte oder elektrische Impulse gezielt zum Einsatz. Sie unterstützen den Heilungsprozess, fördern die Durchblutung, lindern Schmerzen und bereiten Muskeln und Gelenke auf weiterführende Behandlungen vor.
Fango, Heißluft und Rotlicht
Fangopackungen: Fango wirkt durch tiefenwärmende, feuchte Wärme. Sie lockert die Muskulatur, fördert die Durchblutung und kann Schmerzen – insbesondere bei chronischen Beschwerden oder Verspannungen – spürbar reduzieren.
Heißluftbehandlung: Bei der Heißlufttherapie wird trockene Wärme eingesetzt, um verspannte Muskulatur zu lösen und die Beweglichkeit zu verbessern. Sie wird häufig als Vorbereitung auf manuelle Techniken oder Massagen genutzt.
Rotlichttherapie: Rotlicht dringt oberflächlich in das Gewebe ein und regt dort die Durchblutung an. Es eignet sich vor allem zur Behandlung von Muskelverspannungen, Gelenkbeschwerden oder schmerzhaften Reizzuständen.
Elektrotherapie
Die Elektrotherapie nutzt verschiedene Stromformen, um biologische Prozesse im Körper gezielt zu beeinflussen. Sie kann Schmerzen lindern, die Muskulatur entspannen, den Stoffwechsel anregen und den Abbau von Schwellungen unterstützen.
Je nach Beschwerdebild kommen unterschiedliche Anwendungen zum Einsatz – zum Beispiel zur Aktivierung abgeschwächter Muskulatur, zur Durchblutungsförderung oder zur Unterstützung der Geweberegeneration.
Partnernetzwerke und Präventionsleistungen
Zur Unterstützung der Genesung und zur Vorbeugung von Beschwerden arbeitet das Stiftungsklinikum PROSELIS eng mit regionalen Partner:innen zusammen. Dadurch profitieren unsere Patient:innen von einem breiten therapeutischen Netzwerk und von ergänzenden Präventionsleistungen wie Medistream-Massagen, Gymnastikangeboten oder medizinischer Fußpflege.
Unsere Kooperationspartner:innen:
Verband Physikalische Therapie
Vereinigung für die physiotherapeutischen Berufe (VPT) e.V. Westfalen-Niederrhein
Hafenweg 19,
59192 Bergkamen
Volkshochschule Recklinghausen
Herzogswall 17,
45655 Recklinghausen
AOK Recklinghausen
Westerholter Weg 82,
45657 Recklinghausen
Polizeisportvereinigung e.V. Recklinghausen
Halterner Str. 125,
45657 Recklinghausen
Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew Landesverband NRW
Gruppe Recklinghausen
Paulusstr. 2,
45657 Recklinghausen
Physiotherapie in Herten und Recklinghausen: FAQ
Welche physiotherapeutischen Behandlungen bietet das Stiftungsklinikum PROSELIS an?
Unser Angebot umfasst ein breites Spektrum an physiotherapeutischen Verfahren, darunter Manuelle Therapien, neurophysiologische Konzepte, Sport- und Bewegungstherapie, Bewegungsbäder, Aqua-Fitness und verschiedene physikalische Therapieformen.
Welche Behandlung für Sie und Ihre Beschwerden geeignet ist, wird individuell und in enger Absprache mit unseren Ärzt:innen festgelegt.
Kann ich auch ambulant zur Physiotherapie in Recklinghausen und Herten kommen?
Ja. Mit einer gültigen Heilmittelverordnung, einer BG-Verordnung oder einer Privatverordnung können Sie an beiden unserer Standorte Termine ambulant in unserer Physiotherapie buchen und wahrnehmen. Unter gewissen Voraussetzungen bieten wir auch ambulante Reha-Leistungen an.
Welche Vorteile bietet die Therapie im Bewegungsbad?
Die Therapie im warmen Wasser ermöglicht gelenkschonende Bewegungen und erleichtert das Training – besonders bei Schmerzen oder eingeschränkter Belastbarkeit. Der Auftrieb des Wassers verringert das eigene Körpergewicht, während der Wasserwiderstand gleichzeitig die Muskelkraft fördert. Insgesamt kann sich die Therapie im Wasser positiv auf Beweglichkeit und Koordination auswirken.
Wie unterscheiden sich Bobath und PNF?
Bobath und PNF sind zwei unterschiedliche neurophysiologische Therapiekonzepte. Bobath richtet sich vor allem an Menschen mit Schädigungen des zentralen Nervensystems, etwa nach einem Schlaganfall. Im Fokus steht das Anbahnen funktioneller Bewegungen und die Regulation der Muskelspannung.
PNF arbeitet hingegen mit dreidimensionalen Bewegungsmustern, um Muskeln und Nerven gezielt zu aktivieren, wodurch die Koordination, Stabilität und Bewegungsabläufe verbessert werden.
Werden auch Präventions- oder Gesundheitskurse angeboten?
Ja. Neben den therapeutischen Anwendungen bieten wir verschiedene Präventions- und Bewegungskurse an – zum Beispiel Aqua-Fitness, Gymnastikangebote oder medizinisch begleitetes Gerätetraining. Diese Kurse stehen auch Personen offen, die nicht stationär in unserem Krankenhaus behandelt werden.